Der Abbau von Rohstoffen, wie er im Diabaswerk Saalfelden durchgeführt wird, stellt einen Landschaftseingriff dar. Es gibt jedoch genug Möglichkeiten, den Naturraum zu schonen bzw. "Ersatzflächen" zu schaffen. Im Diabaswerk Saalfelden bieten sich zur Verwirklichung dieser Aufgaben mehrere betriebliche Situationen an:
Bevor der Rohstoff Diabasgestein genutzt werden kann, muss die darüber liegende Bodenschicht entfernt werden. Diese wird in der Regel an dafür gewidmeten Stellen deponiert. Bevor die Lagerkapazitäten erschöpft sind, macht man sich im Diabaswerk Gedanken über die mögliche Endgestaltung.
Je nach Vorstellungen des Grundeigentümers reicht die Bandbreite der Möglichkeiten von der einfachen Dauerwiese (Weidefläche) über einen Landschaftspark, eine Wasserfläche bis hin zur Errichtung von Sportstätten.
Dabei können in allen diesen Varianten ökologische Nischen (Teiche, Gewässerverbundsysteme, Feuchtwiesen, Trockenmauern) für Fauna und Flora mitgestaltet werden.
Mit einer Begrünung der Böschungen an den Verkehrswegen kann der Effekt des geringen Flächenverbrauchs noch verstärkt werden. Da der Rohstoff vom Abbaugelände zu den Aufbereitungsanlagen mit Kraftfahrzeugen transportiert wird, entstehen auch dementsprechend große Böschungsflächen. Im Diabaswerk Saalfelden stehen 25.000 m² begrünte Böschungen 7.250 m² Verkehrsflächen gegenüber.
Bereits im Zuge der Abraumarbeiten besteht die Möglichkeit, Böschungen runder auszugestalten. Sowohl die Arbeitsgeräte, als auch notwendiges Schüttmaterial ist vorhanden. Dabei steht der optische Eindruck im Vordergrund. Die "offene Landschaftswunde" (Ansicht des Abbaugebietes 1994) sollte möglichst klein gehalten werden. Die Bruchränder werden unregelmäßig ausgestaltet und die geraden Linien werden aufgelöst.
Im April 1995 wurden im Zuge einer Erweiterung des Abbaugebietes die Oberhangbereiche großzügig entwässert und renaturiert. Der Abbau wird im Diabaswerk Saalfelden so geplant und abgewickelt, dass Teilbereiche des bewilligten Abbaugebietes zurückgestellt werden und dort die Renaturierung in Angriff genommen werden kann.
Die renaturierte Fläche sollte im günstigsten Fall ebenso schnell wachsen, wie die Abbau- bzw. abgeräumte Fläche zunimmt.
In Naturräumen findet sich immer wieder ein Medium, das sehr oft zu unlösbaren Problemen führt: Das Wasser!
Es hat sich als nicht sinnvoll erwiesen, das Wasser, das in verschiedensten Formen (Grundwasser, Hangwasser) auftritt, einfach abzuleiten. Das eigentliche Problem mit dem Oberflächenwasser wird damit nicht gelöst, sondern nur verlagert. Gerade für das Landschaftsbild ist das Wasser ein sehr wichtiger Blickfang. Ein mit entsprechender Ufervegetation ausgestatteter, mäandrierender Bach fügt sich besser in die Landschaft ein, als eine geradlinige, kahle Betonkünette.
Bereits bei der Schaffung der Wasserableitung, bei den Hangdrainagierungen usw. werden im Diabaswerk mit einfachen Mitteln dementsprechende Arbeiten ausgeführt.
So wurden statt eines einfachen Berggrabens kleine Tümpel entland eines Fahrweges angelegt, die innerhalb kürzester Zeit von verschiedensten Amphibien genutzt wurden.
Durchführung der Renaturierung
Wichtig ist, dass bei allen Wiederherstellungsverfahren mit Hilfe von Pflanzenmaterial nur geeignete, d.h. dem Standort angepasste, Arten verwendet werden. Dies gilt sowohl für verholzte Pflanzen, als auch für die Gräser. Bei Hangbegrünungen sind in der Regel trockenheitsresistente Arten von Vorteil, da verfügbare Feuchtigkeit ein Minimumfaktor ist.
Im Diabaswerk Saalfelden ist es gelungen, mit Hilfe von landschaftsgestaltenden Maßnahmen, wie Bruchrandausformung, Bruchrandbepflanzung, Ufergestaltung und Böschungsbegrünungen, die benutzte Fläche um mehr als 20% zu reduzieren. Der Trend in diese Richtung ist steigend.
Umweltschutz
In den Bereich des Umweltschutzes fallen alle Bereiche, die über dei Gestaltung des Landschaftsbildes hinaus gehen. Dazu gehört die Minimierung der durch den Betrieb verursachten Umwelteinflüsse.
Auch hier hat sich das Diabaswerk bemüht, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den betroffenen Anrainern einen für alle Nutzungsinteressenten annehmbaren Lebensraum zu schaffen bzw. zu erhalten.